Hitze droht ;-)

Oh je, ich bin kein Freund der heißen Temperaturen – und heiß fängt bei mir schon bei 26° an…

Deshalb waren fast alle meine Fotos mit meiner neuen kurzen Hose unbrauchbar – zu miesepetrig O_o

Hier die vorzeigbare „Ausbeute“:

Der Stoff ist ein Baumwoll-Satin mit etwas Stretch – ein Rest meines „Geburtstagskleides vom letzten Jahr!

Der Schnitt ist von mir 😎 Grundschnitt, mit etwas mehr Weite zum Saum hin.

ich habe nur 1 Tasche aufgenäht und sie genau ins Muster eingepasst.

Die Bluse vom letzten Mal passt auch dazu, finde ich

ich zeige Euch mal einen Ausschnitt vom Blusenstoff – die kleinen Vögelchen sind doch süß oder?

Lust auf sommerliche Kleidung? Dann schaut mal herein beim MeMadeMittwoch

Hosengeschichte

Eine Hose zu tragen, tragen zu dürfen! Das ist für mich immer noch von großer Bedeutung! In der 2. Hälfte der 60er Jahre, ich ging zum Gymnasium (Kath. Mädchengymnasium des Ordens der „Armen Schulschwestern“), war das Tragen von Hosen für uns Mädchen untersagt! Ebenso Ärmellose oder eng anliegende Kleidung. Auch im „normalen“ Alltag war das Tragen von Hosen eher ungewöhnlich und wurde nur mal aus Gründen, wie extremer Kälte oder Kartoffeln-Sammeln auf dem Feld geduldet. Bei Zuwiderhandlungen kam auch schon mal der Pastor bei uns zu Hause vorbei um meinen Eltern deutlich zu machen, das sich so etwas für ein ordentliches Mädchen nicht „schickt“. Mann, was kotzte mich das an – ich fand Hose nicht nur viel wärmer und bequemer, sondern auch schicker! So begann ich gegen die Vorschriften Hosen zu tragen, und zwar immer! Das blieb nicht ohne Folgen. Ich bekam Druck von allen Seiten, aber es fanden sich auch immer mehr Mitschülerinnen, die es genauso taten. Hosen-Verbote seitens der Schule würden ausgesprochen, ich wehrte mich mit dem Argument, ich sei „Fahrschülerin“ und müsse warm angezogen sein! Dann wurde eines Tages tatsächlich das Verbot gelockert, nur für kalte Tage und/aber festgestellt, dass es ja auf den Dörfern mitunter wesentlich kälter sei, als in der Stadt. Das war im Grunde der Anfang vom Ende des Hosen-Verbotes – es kamen immer mehr Hosen-Trägerinnen dazu und bald ließen wir uns in Kleidungs-Fragen nicht mehr dreinreden.

Anfang der 70er Jahre kamen dann die Jersey-Hosen auf. Der Jersey leierte total aus, war aber sehr bequem… das war der Moment, als meine Mutter die erste lange Hose ihres Lebens kaufte und uns ganz stolz in der Küche präsentierte. Meine ältere Schwester sagte nur: „Hängearsch“ – Damit war das Thema Hose bei meiner Mutter bis zum späteren Rentenalter erledigt…

Aber ich? Ich finde, ich bin ein Hosen-Typ!

Ja, als nun die Kleider-Mania bei den „Nähnerds“ begann, war ich amüsiert, aber bewunderte dann auch die vielen schönen Möglichkeiten. Habe mir dann selbst auch einige Kleider genäht, wirklich getragen habe ich aber weiterhin überwiegend – vor allem im Alltag – nur Hosen. Je mehr Hosen ich aber nähte, umso mehr fiel mir der Sitz auf, der mir meist nicht gefiel, weder bei genähten, noch bei gekauften.

Plötzlich hatte ich eine Problem-Figur! Selbst Nähkurse, Schnittkonstruktionskurs und ewige herumproberei brachten mich der Lösung nur langsam näher. So ließ ich, als der „Hosenherbst“ begann einen Hilferuf los, der zum Glück erhört wurde – ich bekam Unterstützung von Julia von „Sewing Galaxy“. Sie ließ sich darauf ein, nach Fotos einer „Probehose“ zu beraten! Wunderbar!

Hier in ihrem Blog geht sie auch genau auf dieses Thema ein!

Die „Marlenehose“ 103 aus der burda Heft  12/ 2013 war das Objekt:

Das war für mich wie eine Offenbarung – mit der ich arbeiten kann. Julia, an dieser Stelle ein riesiges DANKESCHÖN für Deine tolle Hilfe!

Inzwischen habe ich die Hose schon getragen und sie trägt sich ausgezeichnet. Trotzdem sehe ich jetzt beim betrachten der Bilder noch Verbesserungs-Bedarf. Also ein Grund, weiter zu machen! Beinahe hätte ich vergessen daß der Abschluss des Hosenherbstes zum Frühlingsbeginn erfolgt!

Für mich war es schön, mal die geballte Auseinandersetzung mit Hosen-Passform-Problemen zu erleben. Liebe Meike von „Crafteln“ Vielen Dank für die tolle Idee, die Organisation und die Anregungen. Ich hoffe, es werden noch einige schöne Hosenideen gezeigt!

 

Me-Made-Hose und Blazer

Ja, meine Mittwochs-Kleidung heute: natürlich husch,husch ein Foto gemacht und den blöden hoch stehenden Kragen nicht gesehen… grrrr

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Der schon bekannte Blazer mit einer gemusterten Hose aus Stretch-Baumwoll-Satin von alfatex

Der Schnitt ist selbst konstruiert, das ganze ist aber noch Verbesserungs-würdig (ich arbeite dran 🙂 )

Aber besser, als meine gekauften sitzt sie allemal 😀

Aber nun schnell mal herüber geschaut, was heute beim MeMadeMittwoch los ist.

vor dem Hosenherbst-Finale…

Jetzt habe ich mir für den Abschluss des „Hosen-Herbst“ ausgerechnet die burda-Hose 103 aus Heft 12/ 2013 
mit einer nach vorn versetzten Seitennaht ausgeguckt. Die würde ich gerne an meinen Grundschnitt anpassen.

Nachdem ich nun den burda-Schnitt abgezeichnet habe und übereinander gelegt sieht man deutlich dass beide nichts miteinander zu tun haben – also mein Körper und burda 😉

– Scherz, ich meine natürlich meinen Grundschnitt und der burda-Schnitt

Wäre es nun besser, an meinen Schnitt das weitere Hosenbein zu zeichnen und dann die Naht nach vorn zu versetzen oder kann man den oberen Bereich meines Hosenschnittes auf den burda-Schnitt übertragen?

Ich zeige Euch hier mal Fotos von den Schnittteilen. Mein Grundschnitt liegt unter dem transparenten burda Schnitt:

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ich hoffe, man kann es erkennen – ich denke, entscheidend ist erstmal der obere Bereich

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ich habe die Fadenläufe genau aufeinander gelegt – sicher werde ich erstmal eine Probe-Hose nähen, aber ich möchte nicht bei 0 anfangen – vielleicht läßt sich ja schon einiges am Schnitt abändern. Bitte nicht irritieren lassen, ich zeichne die Nahtzugaben immer dran!

Weiß jemand von Euch, was der richtige Weg sein könnte?

Hosen-herbst – Passform-Probleme?

Passform-Probleme bei der Hose?

Die HOSE ist das Passform-Problem! – zumindest für uns Frauen, denn weibliche Formen sind nun mal rund, und das ist das Problem.

Männer sind (auch nicht immer :mrgreen: ) eher gerade, da ist das Hosen-Thema etwas einfacher…

Wir Frauen haben aber auch das Glück der Wahl, Wir können auch Röcke oder Kleider tragen 😀

Aber auch Hosen – doch davor steht die Arbeit…

Sicher gibt es auch immer die eine oder andere Frau, die in das gekaufte Schnittmuster passt – Glück gehabt und bloß bei diesem Schnitt als Grundlage bleiben!

Das gemeine ist ja, dass man, je länger man sich mit dem Thema beschäftigt, umso mehr Ansprüche stellt. Was mich an meiner gekauften Brax-Hose überhaupt nicht stört, weil schon der bestmögliche Kompromiss bei einer gekauften Hose…

…stört mich an der selbst genähten sicher total. Ist also die Hose das Problem? Oder bin ich das Problem?

Egal! ich möchte schöne Hosen selber nähen.

Der Kursus bei Peggy Morgenstern hat mir seeeehr geholfen, trotzdem ist das erst die Grundlage, nun gilt es, das umzusetzen!

Doch nun zu den Tatsachen:

Das ist nun meine erste Konstruktion mit Stretch. Ich war sehr unsicher wie gut ich die Dehnung einschätzte und wie das dann sitzt, schließlich wollte ich ja eine schmale Hose. Das Ergebnis ist noch nicht so schmal, wie meine Brax Hosen, aber ich kann gut damit leben.

ich habe einen relativ dehnbaren Stretchstoff verwendet, das ist gut und nicht gut. Gut, weil es sich auch körpernah gut anfühlt, nicht gut, weil dadurch die Taschen etwas abstehen (also nächstes mal eine andere Taschen-Lösung)

Der nahtverdeckte Reißverschluss an der Seite ist nicht so bequem zu händeln, also nicht nochmal – lieber wieder vorn.

Bündchen-Lösung ist ein Form-Beleg, sitzt gut. Der gleiche Stoff ist Taschenfutter, das blitzt manchmal ein bisschen – schön!

So, nun habe ich zwei Grundschnitte, Nun kommt es darauf an, sie auf andere Schnittmuster und Stoffe zu übertragen. Ich hoffe, ich schaffe noch eine in diesem Herbst – Es bleibt also spannend!

Vielen Dank Meike, für die gute Vorlage zu diesem Hosenherbst. Du hast hier eine Plattform geliefert, die mir sehr dabei geholfen hat Ordnung in das Chaos meiner Hosen-Planungen zu bekommen.

Hier könnt Ihr Meikes Ausführungen und die Ergebnisse der „Hosen-Passformen“ genießen.

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