Fadori

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12-Tops-Challenge

Auf dem allerletzten Drücker, was die 12-Tops-challenge betrifft, netterweise von Constanze noch ein paar Stunden geöffnet… präsentiere ich Euch heute meine zwei neuen Oberteile:

P1030011 (FILEminimizer)

entstanden sind beide nach meinem Grundschnitt, den ich im Kursus „Einfacher Oberkörper-Grundschnitt und Ärmel“ bei Peggy Morgenstern konstruiert habe. Natürlich wollte ich den Schnitt nicht einfach nur übernehmen, ich habe mir mein eigenes Modell entwickelt: Dafür –

  • einen V-Ausschnitt konstruiert
  • die hinteren Abnäher in die Passen-Naht verlegt
  • das untere Rückenteil mit einer Falte erweitert, weil ich eine lockere Form wollte
  • Hemd 1 hat einen Ärmelabschluss mit Gummizug bekommen
  • Hemd 2 hat eine Brusttasche  und die Abschlusskante des 3/4 Ärmel aus Streifenstoff erhalten

Hemd 1 ist aus einer etwas gecrashten Baumwolle mit etwas Poly, etwas transparent, Hemd 2 ist reine Baumwolle, fühlt sich frisch und kühl an.

– zum vergrößern einfach aufs Bild klicken 🙂

nach hinten verlaufen beide Hemden etwas länger, das ist Absicht und macht, wie ich finde eine schöne Silhouette.

Heute war es endlich nicht mehr zu heiß für die Fotos, deshalb stelle ich beide Hemden erst heute vor. Beide fühlen sich gut an – sie sind genau das, was ich wollte und gerne trage –  ich liebe sie jetzt schon.

😀


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Hosengeschichte

Eine Hose zu tragen, tragen zu dürfen! Das ist für mich immer noch von großer Bedeutung! In der 2. Hälfte der 60er Jahre, ich ging zum Gymnasium (Kath. Mädchengymnasium des Ordens der „Armen Schulschwestern“), war das Tragen von Hosen für uns Mädchen untersagt! Ebenso Ärmellose oder eng anliegende Kleidung. Auch im „normalen“ Alltag war das Tragen von Hosen eher ungewöhnlich und wurde nur mal aus Gründen, wie extremer Kälte oder Kartoffeln-Sammeln auf dem Feld geduldet. Bei Zuwiderhandlungen kam auch schon mal der Pastor bei uns zu Hause vorbei um meinen Eltern deutlich zu machen, das sich so etwas für ein ordentliches Mädchen nicht „schickt“. Mann, was kotzte mich das an – ich fand Hose nicht nur viel wärmer und bequemer, sondern auch schicker! So begann ich gegen die Vorschriften Hosen zu tragen, und zwar immer! Das blieb nicht ohne Folgen. Ich bekam Druck von allen Seiten, aber es fanden sich auch immer mehr Mitschülerinnen, die es genauso taten. Hosen-Verbote seitens der Schule würden ausgesprochen, ich wehrte mich mit dem Argument, ich sei „Fahrschülerin“ und müsse warm angezogen sein! Dann wurde eines Tages tatsächlich das Verbot gelockert, nur für kalte Tage und/aber festgestellt, dass es ja auf den Dörfern mitunter wesentlich kälter sei, als in der Stadt. Das war im Grunde der Anfang vom Ende des Hosen-Verbotes – es kamen immer mehr Hosen-Trägerinnen dazu und bald ließen wir uns in Kleidungs-Fragen nicht mehr dreinreden.

Anfang der 70er Jahre kamen dann die Jersey-Hosen auf. Der Jersey leierte total aus, war aber sehr bequem… das war der Moment, als meine Mutter die erste lange Hose ihres Lebens kaufte und uns ganz stolz in der Küche präsentierte. Meine ältere Schwester sagte nur: „Hängearsch“ – Damit war das Thema Hose bei meiner Mutter bis zum späteren Rentenalter erledigt…

Aber ich? Ich finde, ich bin ein Hosen-Typ!

Ja, als nun die Kleider-Mania bei den „Nähnerds“ begann, war ich amüsiert, aber bewunderte dann auch die vielen schönen Möglichkeiten. Habe mir dann selbst auch einige Kleider genäht, wirklich getragen habe ich aber weiterhin überwiegend – vor allem im Alltag – nur Hosen. Je mehr Hosen ich aber nähte, umso mehr fiel mir der Sitz auf, der mir meist nicht gefiel, weder bei genähten, noch bei gekauften.

Plötzlich hatte ich eine Problem-Figur! Selbst Nähkurse, Schnittkonstruktionskurs und ewige herumproberei brachten mich der Lösung nur langsam näher. So ließ ich, als der „Hosenherbst“ begann einen Hilferuf los, der zum Glück erhört wurde – ich bekam Unterstützung von Julia von „Sewing Galaxy“. Sie ließ sich darauf ein, nach Fotos einer „Probehose“ zu beraten! Wunderbar!

Hier in ihrem Blog geht sie auch genau auf dieses Thema ein!

Die „Marlenehose“ 103 aus der burda Heft  12/ 2013 war das Objekt:

Das war für mich wie eine Offenbarung – mit der ich arbeiten kann. Julia, an dieser Stelle ein riesiges DANKESCHÖN für Deine tolle Hilfe!

Inzwischen habe ich die Hose schon getragen und sie trägt sich ausgezeichnet. Trotzdem sehe ich jetzt beim betrachten der Bilder noch Verbesserungs-Bedarf. Also ein Grund, weiter zu machen! Beinahe hätte ich vergessen daß der Abschluss des Hosenherbstes zum Frühlingsbeginn erfolgt!

Für mich war es schön, mal die geballte Auseinandersetzung mit Hosen-Passform-Problemen zu erleben. Liebe Meike von „Crafteln“ Vielen Dank für die tolle Idee, die Organisation und die Anregungen. Ich hoffe, es werden noch einige schöne Hosenideen gezeigt!

 


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nur ´ne Hose!

Genau, das ist es: ich will ja eigentlich nur´ne gut sitzende Hose – und das ist schon kompliziert genug. Das Problem dabei ist nicht die Hose, sondern mein Körper :mrgreen:

Ich bin schief 😥

meine erste selbst konstruierte Hose, erstmal als Probe-Hose genäht, zeigt deutlich, wie individuell ein Körper ist 😉

P1020183 (FILEminimizer)so von vorn – so wird die Bauch-Kurve berücksichtigt – der „Abnäher“ wird dann im Schnitt herausgenommen, indem man einschneidet und an der entsprechenden Stelle zusammenschiebt.

P1020184 (FILEminimizer)von hinten – hier sieht man schön die schiefe Haltung…

P1020187 (FILEminimizer)linke Seite schmaler

P1020185 (FILEminimizer)rechte Seite weiter

kein Wunder, dass bei mir die Reißverschlüsse oft schief sitzen…

zur Sicherheit habe ich nochmal eine Probe-Hose aus Nessel genäht:

wieder die Änderungen in den Schnitt übernommen… Das ist erstmal mein Grundschnitt, der sicherlich bei der Marlene Hose wieder stärker in den Mittelpunkt des Geschehens rückt.

mein nächster Schritt ist, da ich ja gerne eher Stretch-lastige und schmalere Hosen trage: die Konstruktion einer Hose aus Stretchstoff – ich werde dann wieder berichten 🙂

ja eben, nur ´ne Hose…

Mehr zu diesem Thema, heute mit tollen Hosen-Näh-Tipps von Nahtzugabe auf der Seite von Crafteln

Ganz herzlichen Dank für dieses tolle Thema an Meike! und Lucy für die guten Tipps und Links 😀


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Platt und glücklich :-)

… bin wieder im Lande, nachdem ich von Dienstag bis Sonntag in Sachen Weiterbildung unterwegs war.

und zwar hier: klick aufs Bild

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Schnittkonstruktion von Rock und Hose. Sehr kompetente Kursleiterin, Kursinhalte, Durchführung, Organisation – rundum alles GROSSE KLASSE!

Wir – insg. 4 Teilnehmerinnen – haben Grundschnitte für Rock und Hose nach unseren Maßen errechnet und gezeichnet, haben auch schon mal ein einfaches Modell entwickelt, Einstieg in die Konstruktion von Taschen und Bundfalten, Unterschiede in der Schnittentwicklung von dehnbaren Stoffen und vieles mehr.

Also erfolgreich anstrengend! Es hat großen Spaß gemacht und mein Verständnis im Thema Rock und vor allem Hosenschnitt passend für mich/meinen Körper weiterentwickelt. Jetzt gilt es, das Wissen in meinen Näh-Alltag zu übernehmen. Ich werde Euch berichten.

Natürlich gab es auch verschiedene Arbeitsmaterialien zu kaufen :mrgreen:

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Mein Mann war mit mir unterwegs. Wir hatten uns eine Ferienwohnung gemietet, mitten in der Altstadt von Lüneburg – Wunderschön.  Der Kurs war meist spät. 17.00 Uhr zu Ende und es war noch genug Zeit etwas zu bummeln. Hier ein paar Impressionen aus Lüneburg:

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